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Management für Wissen, nicht Managment von Wissen.
Die richtige Information zum richtigen Zeitpunkt in den richtigen Händen..
Keiner ist so schlau, wie wir alle zusammen.
Wissen ist ganz anders als die Rohstoffe des
Industriezeitalters. Es ist die einzige Ressource,
die sich bei Gebrauch und beim Teilen mit
anderen nicht vermindert, sondern vermehrt.
Wissen ist die Ressource der Zukunft.
Doch über welches Wissen verfügt Ihr Unternehmen überhaupt?
Und wie können Sie es Gewinn bringend einsetzen?
Bereiten Sie Ihr Unternehmen jetzt auf die Herausforderungen der nächsten Jahre vor.
Denn die Zukunft beginnt jetzt.
Ich nehme teil, also lerne ich.
Mein Ziel ist es es, gemeinsam mit Ihnen, die obigen "Slogans" für Ihre Firma zum Leben zu erwecken.
Ungefähr 40% des Firmenvermögens besteht aus "Wissen" und die Zahl der "Wissenarbeitsplätze" ist im Steigen.
Beruhigende Botschaft an die Nicht Techniker:
"Nur ca. 20 % Wissensmanagement ist Technik. Beispiele zeigen es geht auch ohne".
Wissensmanagement muß vom Management mitgelebt werden.
Die Mitarbeiter müssen von Anfang an in das Projekt eingebunden sein.
Das führt zu einer WissensKultur, von der alle (Firma und Mitarbeiter) profitieren.
Es gibt verschiedene Modelle, die alle das gleiche Ziel haben, aber die Zwischenziele anders beurteilen.
Diese 3 Dimensionen sollten immer wieder beobachtet werden:
| Technik | |
Organisation | |
Mensch |
Es empfiehlt sich, um die Effektivität von Wissensmanagement "messen" zu können, gleichzeitig
BSC(Balanced ScoreCard) einzuführen.
BSC
(als strategisches Controlling-Instrument) kann aber auch ohne
Wissensmanagement eingeführt werden.
Argumente, die für Wissensmanagement sprechen.
- Transfer des individuellen Wissens ins Unternehmen
- keine Abhängigkeit mehr von den Wissensträgern bzw. Verringerung dieser
- Schnellere Problemlösung durch Verteilung/Vervielfältigung der Kompetenz
- Schnellere Einschulung neuer Mitarbeiter (oder MA auf einem neuen Posten (Job Rotation bzw. kurzfristige Vertretung))
- Strukturiertes Suchen und Finden der benötigten Unterlagen (Vorlagen, Dokumente, Prozeßablauf)
- "Das Rad muß nicht immer neu erfunden werden": Antwort auf immer wiederkehrende Fragen leicht zu finden
- "Alle wissen Alles", zumindest im Überblick und können Fragen entweder selbst lösen oder schnell dem Spezialisten zuordnen
- "Organisationales Lernen" oder "kollaboratives Arbeiten" erhöht den Wissensstand des Unternehmens (sowohl "altes" wird verbreitet (und daher besser genutzt) als auch "neues" generiert)
Zitate vom 22. PWM Community Treffen (gemacht von Prozeßmanagern):
"
Prozessmanagement lässt sich ohne Aspekte des
Wissensmangements nicht wirkungsvoll umsetzen -
Wissensmanagement bleibt ohne
Prozeßoptimierung nutzlos "(Dr. Reling, FACT consulting)
"
Wissensmanagement als Instrument der
Prozessoptimierung" (Johannes Gugl und Torsten Becker, BEST consulting)
- Prozessmanagement lernt von WM
- Betrachtung von Content (explizites Wissen) und Kompetenz (implizites Wissen)
- Mehr Verantwortung beim Menschen
- Berücksichtigung unplanbarer Prozessschritte
- Ressourcenorientierung
- WM lernt von Prozessmanagement
- Modellierung von Wissensprozessen
- Reduktion von Komplexität durch Prozessfokus
- Ergebnisorientierung
Verwandte Begriffe (liefern entweder Input für das
Wissensmanagement oder sind Teilaspekte, die auch gesondert
betrachtet werden können (teilweise im CRM und Qualitätsmanagement), Gesamtbetrachtung ist aber empfehlenswert):
(kontinuierliche) Fehlerverbesserung (KVP), Beschwerdemanagement, Ideenmanagement,
Innovationsmanagement.
"
Nur wer Wissen preisgibt, kann auch Wissen - und damit Vertrauen - zurückerhalten".
Ziel ist es, dass im Unternehmen eine Unternehmens-, Vertrauens- und Wissenskultur
herrscht, die einen uneingeschränkten Wissensaustausch und ein hohes
Aktualitäts- und Qualitäts-Bewusstsein für Wissen zur Folge hat.
Definition von
Wissen nach
"Weggeman, Mathieu: Wissensmanagement: Der richtige Umgang mit der wichtigsten Unternehmens-Ressource. Bonn: MITP-Verlag, 1999"
W = I * EFE
Wissen (
W) ist eine persönliche Fähigkeit, die als Produkt der Information (
I), der Erfahrung (
E),
der Fertigkeit (
F) und der Einstellung (
E) angesehen wird, die einem Individuum zu einem bestimmten Zeitpunkt zur
Verfügung stehen.
Wissen bezeichnet die Gesamtheit der Kenntnisse und Fähigkeiten, die Individuen zur Lösung
von Problemen einsetzen. Dies umfasst sowohl theoretische Erkenntnisse als auch praktische
Alltagsregeln und Handlungsweisen.
Wissen stützt sich auf Daten und Informationen, ist im Gegensatz
zu diesen jedoch immer an Personen gebunden. Es wird von Individuen konstruiert und repräsentiert deren
Erwartungen über Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge. (Gilbert Probst)
Malik "Manager müssen dazulernen" 2001, S. 404:
Es wird weniger das
Wissen als vielmehr der menschliche Umgang damit gemanaged: "die Arbeit mit
dem
Wissen und die Person, die sich damit beschäftigt".
Wissen ist die Summe der (noch) nicht falsifizierten Hypothesen über Funktionszusammenhänge
in der natürlichen und kulturgeschaffenen Welt (= der letzte Stand des Irrtums). (Ursula Schneider)
Wissen entsteht aus kontextverbundener Information und manifestiert sich in Verbindung
mit Handlungseffizienz zur Expertise. (Thomas Auer)
Definition der
Volkswagen Coaching GmbH
- Innovative lokale Lösungen konzernweit weitergeben
- Wissen jederzeit, an jedem Ort zur Verfügung stellen
- Experten der Job-Familie vernetzen
- Aus Fehlern im Unternehmen weltweit lernen
- Wissen an den richtigen Stellen einmal aufbauen
- Wissen ausscheidender Mitarbeiter bewahren
Human Capital + Structural Capital = Intellectual Capital (Edvinsson 1997)
HC * SC = IC (2002)
Structural: Hardware, Datenbanken, Organistionsstruktur, Patente, Trademarks, ..
(alles, "was man im Büro läßt, wenn man es verläßt")
+ Kapital, Beziehung zu den Kunden, ..
IC = Marktwert - Buchwert
Tobins "quotient": q = Marktwert / Reproduktionskosten
Marktwert = Anzahl der Aktien * Wert der Aktien Reproduktionskosten = Sachanlagen - kumulierte Abschreibung
David Snowden: "Man weiß nur, was man weiß, wenn man es wissen muß"
Knowledge Disclosure Points: (Stilles) Wissen wird nur im Umfeld von Entscheidungen, Bewertungen
und Ähnlichem sichtbar.
Manfred Schadenhofer(Neuausrichtung des Controllings) bzw. Drucker (Wissen): Künftig wird ein Schwerpunkt
der Managementtätigkeit darin liegen, sämtliche Wissensressourcen eines Unternehmens optimal
nutzbar zu machen.
Wissen ist ein Prozess und kein Zustand.
Wissensträger
Welche "Wissenskategorien" gibt es?
Meine (subjektive) Unterteilung
Wissen ist alles, was ich brauche um meine Arbeit (für die Freizeit gilt sicher teilweise analoges
) gut zu bewältigen. Also,
nicht nur "Gehirnarbeit", sondern auch handwerkliche.
Offiziellere Unterteilung
- Explizites Wissen
- Wissen, dass in lesbarer/abgespeicherter Form vorliegt
- Implizites Wissen
- individuell vorhandenes Wissen, nur in den Köpfen der Wissenträger vorhanden oder von diesen weitergereicht
neuere Auslegung des Begriffes: ..das sogenannte „implizite
Wissen“ nicht mehr als Wissen verstanden werden kann! Geiger schlägt
hier die Rückbesinnung auf die häufig gebrauchte Unterscheidung von
Wissen und Können oder Könnerschaft vor. „Mit dem deutschen Wort
„Können“ ist die Natur „impliziten Wissens“ wesentlich präziser
beschrieben, bringt Können doch – im Unterschied zu Wissen – unmittelbar
die verkörperlichte und handlungsbezogene Komponente zum Ausdruck“ (siehe "Professionelles Wissensmanagement in Deutschland").
- kodifiziertes Wissen
- beruht auf bekannten Strukturen, die das für wesentlich Befundene in
einer extra dafür erfundenen Kurzsprache darstellen (zB: formale Sprache der Mathematik)
- individuelles Wissen
- Wissen des einzelnen Mitarbeiters
- kollektives bzw organisationales Wissen
- Mischung aus externen und verborgenem (implizitem/intuitivem) Wissen, das sich in einer
Gemeinschaft (Firma (Abteilung)/Verein/Interessensgemeinschaft) herausgebildet hat
- internes Wissen
- über die Firma (Geschäftsprozesse, Produktionsprozesse, Organigramm, ..)
- externes Wissen
- über Externa (Kunden, Mitbewerber, (Geschäfts-, Produktions-)Prozesse, Strukturen)
hier ist der Konnex zu CRM (falls es installiert ist)
Wissenskategorien nach Krogh/Venzin 1995, S. 421
- tacit
- Verborgenes Wissen:Der Mensch weiß mehr als er in Worte ausdrücken kann (Polyani). Beispielsweise kann ein Maler nicht erklären, wie er bei der Gestaltung eines Bildes vorgeht. Die Wissensentwicklung sowie Wissenstransfer in Zusammenspiel mit artikuliertem und verborgenem Wissen wird untersucht.
- embodied
- Verinnerlichtes Wissen: Diese Kategorie wird durch Erfahrung mit körperlicher Präsenz
erzeugt (zB: durch Projektarbeit). Der Prozess der Wissensgenerierung wird betont. Prahlad und Bettis (1886) beschreiben dies mit "unique combinations of business experience".
- encoded
- Kodiertes Wissen:Wissen, das noch vorhanden ist, wenn die Mitarbeiter das Unternehmen verlassen haben; Handbücher, Datenbanken mit
Kunden und Mitarbeitern, Produktkataloge, Verfahrensregeln, Reiseberichte, Schulungsunterlagen, etc.
- embrained
- Konzeptionelles Wissen: Diese Wissenskategorie ist von den kognitiven Fähigkeiten abhängig, die
dazu befähigen, übergeordnete Muster zu erkennen (beispielsweise in einer neuen Industrie), Basisannahmen zu
überdenken (vgl. "dominant logic" von Prahlad/Bettis 1986 und "double loop learning" von Argyris/Schön, 1978)
oder zu abstrahieren/synthetisieren.
- embedded
- Sozial konstruiertes Wissen: Der Prozess der Konstruktion von Wissen wird betont. Wissen ist in verschiedenen Kontextfaktoren
eingebettet und nicht objektiv vorgegeben. Geteiltes Wissen wird aus verschiedenen Sprachsystemen,
(Organisations-)Kulturen, (Arbeits-)Gruppen. etc. entwickelt.
- event
- Ereigniswissen: Diese Kategorie beschreibt Wissen über Ereignisse aber auch Trends innerhalb
oder außerhalb der Organistion (zB. Wettbewerber A kauft Zulieferer B oder die Zahl der Autounfälle ist um 20% zurückgegangen).
- procedural
- Prozesswissen: Im Gegensatz zu Ereignisswissen enthält diese Kategorie Wissen über Abläufe und Zusammenhänge.
Beispiel dafür sind if .. then Beziehungen, Wissen über Produktionsprozess oder den Ablauf einer Vertragsverhandlung.
Bausteine des
Wissenmanagements
Wissensträger