Zitiert aus Wikipedia:
Dimensionen einer Wissensbilanz
- 1. Humankapital
- Darstellung des Wissens und der Fähigkeiten der Mitarbeiter welche im unternehmerischen
Umfeld zur Anwendung kommen (bspw. Produktivitätsbeiträge)
- 2. Strukturkapital
- Darstellung der Organisations-, Kommunikationsstruktur sowie der technischen
Infrastruktur (bspw. Unternehmensprozesse)
- 3. Beziehungskapital
- Darstellung der Bindung zu nationalen und internationalen Kunden und Geschäftspartnern
(bspw. Kooperationen)
Motivation
Die Motivation für die Erstellung einer
Wissensbilanz kann mehrere Gründe haben:
Im Gegensatz zum klassischen Finanzberichtswesen, ist die
Wissensbilanz
zukunftsorientiert. Sie enthält Aktivposten, die auf die zukünftige Wertschöpfung und
das Erfolgspotential von Unternehmen in
wissensintensiven Branchen entscheidenden
Einfluss ausüben.
- Die Diskrepanz zwischen dem Markt- und dem Buchwert von wissensintensiven
Unternehmen dokumentiert die Bedeutung des immateriellen Vermögens dieser
Unternehmen und die Handlungsnotwendigkeit den diesbezüglichen Informationsbedarf zu bedienen.
- Die plausible Argumentation des holistischen unternehmensspezifischen Werts ist
eine Notwendigkeit, die durch Basel II weiter an Brisanz gewinnt. Die rechtlichen
Rahmenbedingungen sehen ebenfalls eine stärkere Einbindung des immateriellen Vermögenswerts
in die Bilanz vor.
- Die Präsentation der Unternehmenskultur und der Kompetenzen des
Unternehmens nach Außen, für mögliche Partner, zukünftige Mitarbeiter und potentielle
Kunden ist eine weitere Motivation für die Erstellung einer Wissensbilanz
in einer vernetzten Welt, in der Grenzen an Bedeutung verlieren.
- Das Messen und Managen des intellektuellen Kapitals im Unternehmen.
Die effiziente Nutzung und die systematische, zukunftsorientierte Entwicklung
des intellektuellen Kapitals verschafft dem Unternehmen eine Zukunft mit Perspektive.
- Die Steuerung und kontinuierliche Weiterentwicklung von
Unternehmensstrategien wird aus den Veränderungen der Wissensbilanz,
Vergleich des Anfangs- und Endbestands, abgeleitet. Die gewonnenen Erkenntnisse
können als Antrieb für zukünftige Verbesserungsprozesse gesehen werden.
Ziele
Die Erstellung einer
Wissensbilanz ist mit 2 Zielen verbunden.
Einerseits spielt die Verbesserung der Kommunikation zwischen der Organisation und
ihrem Geschäftsumfeld (Stakeholder) eine wichtige Rolle. Die Möglichkeiten für die
Gestaltung der
Wissensbilanz sind verglichen zu Finanzbilanzen beachtlich,
und auch der Interpretationsspielraum ist größer. Daraus ergibt sich die Konsequenz,
dass einerseits ein besseres Eingehen auf die Informationsbedürfnisse der jeweiligen
Zielgruppe ermöglicht wird, andererseits aber auch die Gefahr die
Wissensbilanz
als Marketinginstrument zu missbrauchen.
Die zweite Zielsetzung betrifft das systematische Management des
intellektuellen Kapitals
der Organisation. Eine entscheidende Rolle spielt dabei die Bestimmung der
erfolgskritischen
immateriellen Faktoren und die Wechselwirkungen zwischen diesen
Faktoren.
Wissensbilanzierung ist, folgt man Modellen wie zum Beispiel jenem des "Arbeitskreises Wissensbilanz", ein PROZESS, mit dem sich der aktive Umgang mit der "weichen Ressource" Wissen sehr gut und strategisch steuern lässt.
Modelle
Die Entwicklung der
Wissensbilanzmodelle wurde in der Vergangenheit in erster
Linie in der Praxis vorangetrieben. Das Resultat der voneinander unabhängigen Aktivitäten
sind eine Vielzahl unterschiedlicher
Wissensbilanzmodelle, die je nach Berechnungsmethode
in die Kategorien
Direct Intellectual Capital Methods (DIC),
Market Capitalization Methods (MCM),
Return on Assets Methods (ROA)
und
Scorecard Methods (SC) unterteilt werden können.
Im Gegensatz zu ROA und MCM benötigen die Scorecard Methode und DIC zur Bewertung
des
intellektuellen Kapitals einer Organisation keine finanzielle Metriken.
In der Literatur wird die Vorreiterrolle Österreichs hervorgehoben.
Vor allem das Projekt
'Wissensbilanzmodell "ASSESS"- Wissensbilanzen für KMUs'
bzw. das Arsenal Research Center.
Die aus Wissensmanagement bekannte Wissensmatrix, Wissentopologie
kann (um sie als Input für die WB zu verwenden)
um folgende Maßzahlen erweitert werden:
| WS | | WM |
| Wissen, dass für das System notwendig ist | |
Wissen, das der jeweilige Mitarbeiter hat |
| gemessen jeweils in Zeiteinheit, die zur Erlangung des Wissens
notwendig ist/war. |
Einige Beispiele aus Deutschland.
"Parallelen" zwischen einer finanziellen Bilanz und einer "WissensBilanz":
| What are the company's assets and liabilities? |
How is the company's knowledge resource comprised? |
| What has the company invested? |
What has the company done to strengthen its knowledge resources |
| What is the company's return of investment? |
What are the effects of the company's knowledge work? |